Papst Benedikt verteidigt das Naturrecht PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 23. September 2011 um 18:26 Uhr

Papst Benedikt hat in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag das Naturrecht gegen den heute verbreiteten Rechtspositivismus verteidigt. In den Grundfragen des Rechts sei das Mehrheitsprinzip nicht ausreichend. Das Naturrecht gelte heute zwar als „katholische Sonderlehre“, gehöre aber zum kulturellen Erbe Europas. Wo dagegen die „alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft“ gelte, seien die „klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt.

Der Gedanke des Naturrechts geht davon aus, dass die Natur sinnvoll eingerichtet ist und der Mensch deshalb im Einklang mit der Ordnung der Natur leben muss. Dieser von der heidnischen Stoa entwickelte Gedanke wurde schon von den ersten christlichen Denkern aufgegriffen und weitergeführt. Die Überzeugung von einem Schöpfergott führt dazu, dass man die Schöpfung auch im Sinne Gottes gebrauchen muss.

Die Bedeutung der Ökologie sei heute unbestritten, sagte der Papst, aber: „Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.“

Als Beispiel rief der Heilige Vater die Vorgänge im Dritten Reich an, aber natürlich ging es ihm letztlich um das, was heute fast für selbstverständlich gehalten wird: Homosexualität und empfängnisverhütende Mittel und Praktiken galten von alters her als „Sünden gegen die Natur“. Ebenso sind Abtreibung, Genmanipulation und die Genderideologie mit dem Naturrecht nicht vereinbar. Hätte der Papst diese Dinge beim Namen genannt, wäre es zum Eklat gekommen. So aber wussten selbst die schärfsten Gegner des Papstes zunächst nicht viel mehr, als das zu kritisieren, was ihrer Meinung nach fehlte: der Hunger und die Kriege in der Welt, die Stellung der Frau, der Zölibat, die Missbrauchsfälle usw.

In den Anmerkungen zur Rede beruft sich Papst Benedikt übrigens mehrmals auf das Buch von Wolfgang Waldstein: Ins Herz geschrieben, das man auch im Sarto-Verlag bestellen kann.


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