Küng nennt Papst "Schismatiker" PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 23. Mai 2012 um 16:01 Uhr

kueng2Die Südwestpresse veröffentlicht heute morgen einen Kommentar des Tübinger Weltethos-Theologen, der es in sich hat.

Der selbsternannte Vorreiter der Freidenker schlägt da mit "Exkommunikation", "Schisma", "Ausschluss" und "Ungültigkeit" um sich. Alles unbekannte Worte aus dem Mund eines Mannes, der eigentlich für Fortschritt und neue Brüderlichkeit steht.

Das ganze Vokabular will er auf niemand anderen bezogen wissen als auf Papst Benedikt – falls dieser der Piusbruderschaft die Hand reicht.

Hans Küng, 23. Mai 2012 – Südwest Presse:

Auf dem alternativen wie auf dem offiziellen Katholikentag in Mannheim herrschten allgemein Unmut und Frustration über die Verschleppung innerkirchlicher Reformen. Im scharfen Kontrast dazu bereitet Papst Benedikt XVI. für Pfingsten offensichtlich die definitive Versöhnung der katholischen Amtskirche mit den traditionalistischen Piusbrüdern, deren Bischöfen und Priestern vor. Dies soll selbst dann geschehen, wenn die Piusbrüder, die entscheidende Konzilstexte weiterhin ablehnen, mit kirchenrechtlichen Kunstgriffen in die Kirche eingegliedert werden müssten. Davor müsste der Papst, nicht zuletzt von den Bischöfen, in aller Form gewarnt werden. Denn:

1. Der Papst würde auch ungültig geweihte Bischöfe und Priester definitiv in die Kirche aufnehmen. Gemäß der Apostolischen Konstitution Pauls VI. "Pontificalis Romani recognitio" vom 18. Juli 1968 sind die von Erzbischof Lefebvre vollzogenen Bischofs- und Priesterweihen nicht nur unerlaubt, sondern auch ungültig. Diesen Standpunkt vertritt neben anderen auch ein maßgebliches Mitglied der "Versöhnungskommission", Karl Josef Becker SJ, jetzt Kardinal.

2. Mit einer solch skandalösen Entscheidung würde sich Papst Benedikt in seiner allseits beklagten Abgehobenheit noch mehr vom Gottesvolk entfernen. Ihm sollte die klassische Lehre vom Schisma eine Warnung sein. Ihr zufolge geschieht eine Spaltung der Kirche, wenn man sich vom Papst trennt, aber auch wenn man sich vom übrigen Leib der Kirche trennt. "So könnte auch der Papst zum Schismatiker werden, wenn er nicht mit dem ganzen Leib der Kirche die geschuldete Einheit und Verbundenheit halten will." (Francisco Suarez, maßgebender spanischer Theologe des 16./17. Jh.).

3. Ein schismatischer Papst verliert gemäß derselben Kirchenrechtslehre sein Amt. Zumindest kann er nicht auf Gehorsam rechnen. Papst Benedikt würde also die schon überall wachsende Bewegung des "Ungehorsams" gegenüber einer Hierarchie, die dem Evangelium ungehorsam ist, fördern. Für das schwere Zerwürfnis und den Unfrieden, den er damit in die Kirche hineintrüge, hätte er allein die Verantwortung. Statt sich mit den ultrakonservativen, antidemokratischen und antisemitischen Piusbrüdern zu versöhnen, sollte sich der Papst lieber um die reformbereite Mehrheit der Katholiken und um die Versöhnung mit den Kirchen der Reformation und der ganzen Ökumene kümmern. So würde er einen, nicht spalten.

Prof. Hans Küng ist katholischer Theologe und Präsident der von ihm gegründeten Stiftung Weltethos. Dem Kirchenkritiker wurde 1979 die kirchliche Lehrbefugnis entzogen.

Quelle: Südwestpresse, 23. Mai 2012

Kommentar: Die Feinde der katholischen Tradition laufen Sturm gegen eine mögliche kirchenrechtliche Anerkennung der Piusbruderschaft. Ein Zeichen, dass Papst Benedikt auf dem richtigen Weg ist.

Erstaunlich, wie quasi über Nacht aus Hans Küng, dem Verkünder der religionsübergreifenden Brüderlichkeit (Stichwort Weltethos) mit stets salbungsvollen Worten für jedermann/frau, plötzlich ein Großinquisitor der härtesten Sorte mit einer Drohbotschaft von "Schisma" und "Spaltung" und "Ausschluss" werden kann. 

Beten wir weiter, dass in den Verhandlungen mit Rom Gottes Wille geschehe zum Heil der Seelen und zum Wohl der einen, wahren, katholischen Kirche!


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