Pater Lorans in Rom: Für die FSSPX ist die Bandbreite der Interpretation des Konzils „die“ Frage PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 21. September 2011 um 16:54 Uhr

Ist das Ende einer ungerechten Verurteilung in Sicht, die Versöhnung zwischen den Erben von Erzbischof Lefebvre und Rom?

Heute, so scheint es, ist die Priesterbruderschaft St. Pius X. am Zuge.

Wird ihr Generaloberer die doktrinelle Präambel akzeptieren, die Kardinal Levada ihm am 14. September übergeben hat?

Und wenn er es tut – wird die Bruderschaft ihm folgen? Hier die Antworten seines Sprechers Pater Lorans, der ihn nach Rom begleitet hat.

Ist dieses nun ein historischer Augenblick, oder handelt es sich einfach um eine neue Entwicklung?

Es ist eher eine Etappe. Nach den Vorbedingungen, welche Mgr. Fellay vom Heiligen Vater bezüglich der traditionellen Messe und der kanonischen Sanktionen gegen die Bischöfe der Bruderschaft erbeten hatte, nach den Lehrgesprächen über das 2. Vatikanische Konzil war es nichts weiter als normal, die Zukunftsperspektiven ins Auge zu fassen. Und das ist am 14. September geschehen.

Es bleibt festzustellen, dass die große Offenheit der Theologen der Bruderschaft bei der Erörterung der lehrmäßigen Schwierigkeiten, die gewisse Texte des Konzils bereiten, keineswegs diese neue Etappe behindert haben. Rom kennt unsere Position ganz genau, und in genauer Kenntnis dieser Positionen hat Kardinal Levada Mgr. Fellay diese doktrinelle Präambel vorgelegt.

Wird die Bruderschaft Mgr. Fellay folgen, falls er dieser Präambel sein Einverständnis gibt?

Eine Übereinkunft mit Rom würde die kanonische Situation der Bruderschaft regeln. Das aber ist nicht so entscheidend wie die Tatsache, dass der Tradition, dieser in den letzten vierzig Jahren so oft geschmähten, sogar verfolgten Tradition, ihr Bürgerrecht in der Kirche wiedergegeben wird. Das begann mit dem Motu Proprio „Summorum Pontificum“, welches erklärt, dass die traditionelle Messe nie abgeschafft wurde. Wenn Msgr. Fellay nach einer intensiven Untersuchung, die Rom von ihm erbittet, seine Zustimmung geben kann, dann wird die Bruderschaft wird das sicherlich befürworten

Wie groß ist die Bandbreite bei der Debatte um die Texte des 2. Vatikanums?

Genau das ist die Frage! Da die doktrinelle Präambel nach wie vor vertraulich ist, kann ich hier der offiziellen Stellungnahme nichts hinzufügen: „Sie lässt dabei jedoch berechtigte Diskussionen, Studien und theologische Erklärungen mancher Ausdrücke oder bestimmter Formulierungen offen, die gegenwärtig in den Texten des II. Vatikanums und dem nachfolgenden Lehramt bestehen.“

Es wird vorgebracht, dass jene Punkte des Konzils, welche Schwierigkeiten hervorrufen, diskutiert werden können, ohne dass die Kirchenzugehörigkeit in Frage gestellt wird. Damit wird anerkannt, dass diese umstrittenen Texte nicht dieselbe Zustimmung verlangen, die bei Dogmen erforderlich ist.

Andere wiederum bestehen darauf, dass diese - es sei daran erinnert: nicht öffentliche – doktrinelle Präambel die völlige Respektierung des Konzils, seiner Authentizität und der Legitimität seiner Lehren fordert. Wenn ich in der Sprache Ihrer Frage bleibe: diesen muss schon die einfache Möglichkeit einer Diskussion über Vatikan 2 „ein wenig viel“ erscheinen, - ohne Komma zwischen den beiden Begriffen...

Es ist ein Unterschied feststellbar zwischen dem Kommuniqué vom 14. September 2011 und der Note, die das Staatssekretariat am 4. Februar 2009 verfasst hat, in der es hieß: „Die unerlässliche Bedingung für eine zukünftige Anerkennung der Bruderschaft St. Pius X. ist die völlige Anerkennung des 2. Vatikanischen Konzils und des Lehramtes der Päpste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II. und Benedikt XVI.“. Zwischen beiden Erklärungen liegen zwei Jahre theologischer Diskussion, die es laut Mgr. Fellay ermöglicht haben, „die doktrinellen Probleme zu vertiefen und zu erhellen“. Hat es in Rom zwischen 2009 und 2011 eine Weiterentwicklung gegeben? Hat die Darlegung der Theologen der Bruderschaft dazu beigetragen? Die Antwort überlasse ich Ihnen.

Quelle: Famille Chrétienne - Samuel Pruvot

 


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