Wie sieht die Piusbruderschaft die Stellung der Frau? PDF Drucken E-Mail

Frage 4Gerade die Kirche hat als Einzige die wirkliche Gleichstellung und die richtige Bewertung der Frau in der Geschichte erst ermöglicht.

Papst Pius XII. findet in einer Ansprache an die Leiterinnen der katholischen Aktion folgende richtungsweisende Worte über die Würde der Frau:

Lehre der katholischen Kirche:

I. Die Würde der Frau und ihre Gefährdung in der heutigen sozialen Ordnung

Besonderheiten der beiden Geschlechter und ihre gegenseitige Zuordnung

Worin besteht nun diese Würde, die die Frau von Gott empfangen hat? Fragt die menschliche Natur, wie sie der Herr erschaffen, erhoben und durch das Blut Christi losgekauft hat.

In ihrer persönlichen Würde als Kinder Gottes sind Mann und Frau völlig gleich wie auch hinsichtlich des letzten Zieles des menschlichen Lebens, das in der ewigen Vereinigung mit Gott in der Seligkeit des Himmels besteht. Es ist der unvergängliche Ruhm der Kirche, diese Wahrheit ins Licht gestellt und zu Ehren gebracht zu haben und die Frau aus einer erniedrigenden Knechtschaft befreit zu haben, die der Natur widerspricht.

Aber der Mann und die Frau können diese ihre gleiche Würde nicht erhalten und vervollkommnen, wenn sie nicht die besonderen Eigenschaften, die die Natur jedem von ihnen gegeben hat, achten und in die Tat umsetzen - unveränderliche körperliche und geistige Eigenschaften, deren Ordnung nicht umgestürzt werden kann, ohne dass die Natur selber immer wieder dazwischentritt, um sie wiederherzustellen. Diese besonderen Merkmale, die die beiden Geschlechter unterscheiden, zeigen sich mit solcher Klarheit vor aller Augen, dass nur eine verbohrte Blindheit oder ein ebenso unheilvoller wie utopischer Doktrinarismus ihre Bedeutung in der gesellschaftlichen Ordnung verkennen oder außer Acht lassen können.

Mehr noch: Die beiden Geschlechter sind gerade durch ihre besonderen Eigenschaften so aufeinander hingeordnet, dass diese gegenseitige Zuordnung all die vielfältigen Ausdrucksformen des menschlichen Gesellschaftslebens beeinflusst.

(Papst Pius XII., Ansprache an die Leiterinnen der katholischen Aktion in Italien; 21. Oktober 1945; Utz-Groner, S. 660)

Die Stellung der Frau vor dem Auftreten des Christentums:

Die Stellung der Frau vor dem Christentum war eine höchst schmachvolle.

Die Kirche hat die Frau aus dem Abgrund hervorgezogen, in welchen sie das Heidentum (heute vielfach wieder gerühmt!) gestoßen hatte. Die Frau war im Orient und im gesamten Altertum Ware, bestimmt zur Befriedigung der Sinnlichkeit des Mannes, der weiter keine Verpflichtung gegenüber der Frau hatte, wenn die Reize einer anderen ihn lockten.

Woher auch eine Verpflichtung der Frau gegenüber nehmen, wenn die großen Geister des Altertums erst nocht darüber streiten, ob die Frau überhaupt eine Seele habe, also ein vollwertiger Mensch im Sinn des Mannes sei?

So war es eine gewaltige Aufgabe des Christentums, die Würde der Frau zu begründen, indem die körperliche und geistige Knechtung der Frau abgeschafft wurde. Diese Tat ist von ähnlich großer Bedeutung wie die Abschaffung der Sklaverei!

Mit anderen Worten: Der katholischen Kirche ist es zu verdanken, dass die Frau als gleichberechtigte und ebenbürtige Partnerin dem Mann gegenübergestellt wurde.

Wie hat die Kirche die Würde der Frau begründet?

1. Die immer wiederholte und betonte Lehre, dass die Frau dem Manne der Menschenwürde nach vollständig gleichberechtigt ist

Die erste Stelle hierfür findet sich bereits im Schöpfungsbericht: „Als Mann und Frau schuf er ihn [den Menschen]." Der Mensch ist also in einer zweifachen Ausprägung erschaffen: als Mann und als Frau. Das will die moderne Gender-Ideologie bereits nicht mehr wahr haben. Dieser naturgegebene Unterschied soll nach Belieben zerstört werden durch massiven Eingriff in den Körper und damit in die ganze Persönlichkeit des Menschen, was unweigerlich zur Zerstörung des Menschen führt.

Im Christentum galt von Beginn an die Gleichwertigkeit von Mann und Frau. Die Worte Jesu waren die Grundlage dafür: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen. Sie werden beide ein Fleisch werden."

Und beim heiligen Paulus heißt es: „Bei uns ist nicht Grieche und nicht Barabar, nicht Herr und nicht Sklave, nicht Mann und nicht Weib!" (Gal. 3,28)

Die Lehre von der Gleichstellung der Frau ist auch Lehre des immer wieder zu Unrecht geschmähten Mittelalters. Thomas von Aquin (12.Jahrhundert) schreibt in seiner Summa theologica: "Das Abbild Gottes ist beiden Geschlechtern gemeinsam, denn es besteht im Geist, in dem es keine Unterscheidung des Geschlechtes gibt." (I 93 a6 ad2)

Es ist diese religiös-sittliche Gleichstellung von Mann und Frau, welche die absolute Neuheit im Christentum darstellte! Nicht umsonst schlossen sich auch so viele Frauen der neuen Religion an und wurden ihre begeisterten Missionarinnen.

Denn das Christentum ging noch weiter: Für die Heiden unerhört lehrte es die gleichen Moralvorschriften für Frauen wie für Männer! Die Männer hatten sich im Heidentum oft unbegrenzte Ausschweifungen herausgenommen, während sie von der Frau die eheliche Treue forderten. Im Islam wird dieser Irrtum heute noch gelehrt!

Das Christentum kennt nur eine Moral, die gilt für Mann und Frau gleichermaßen. Ja, die Mahnung der Bergpredigt zur Keuschheit gilt vor allem den Männern: „Wer eine Frau begehrlich ansieht in seinem Herzen, der bricht die Ehe mit ihr!" Christus stellt also die Forderung gleichermaßen an den Mann wie an die Frau.

Unerreicht und in der damaligen Zeit ein wahrer Revolutionsruf ist die Stelle aus dem Epheserbrief: „Ihr Männer, liebet eure Frauen wie euch selbst!" „Liebet eure Frauen wie Christus die Kirche."

Das bedeutet, dass im Christentum die Frau nicht mehr einfach Lustobjekt und Dienerin der Begierde des Mannes ist, wie das der Islam heute noch lehrt („Der Prophet Allahs sagte: Wenn ein Mann seine Frau zu sich ruft, damit er seine Begierde befriedigen kann, soll sie zu ihm kommen, auch wenn sie gerade am Herd beschäftigt ist." Mischakt al Masabih, Hadith Nr. 61).

Dagegen lehrt das Christentum die völlige Gleichstellung in der geschlechtlichen Vereinigung: „Der Mann leiste der Frau, was er ihr schuldig ist, desgleichen die Frau dem Mann. Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso (!) verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau." (1. Kor 7,3.4) Und weiter: „Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn eine Zeitlang, wenn BEIDE es wollen."

Bereits im Umgang Jesu mit den Frauen wird klar, dass Christus in der Verkündigung keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern macht. Er spricht mit der Samariterin, er verteidigt die Ehebrecherin (nicht ohne sie aufzufordern, die Sünde zu meiden), er heilt die blutflüssige Frau, er zählt Martha und Maria zu seinem persönlichsten Freundeskreis, viele Frauen folgen ihm in seinem Missionswerk und unterstützen ihn, Frauen stehen unter dem Kreuz, Frauen sind als Erste am Grab.

Diese zentrale Stellung der Frau wird durch zweitausend Jahre Christentum fortbestehen (siehe Punkt 5).

2. Die Aufhebung der Vielweiberei durch das Christentum

Es ist ohne Weiteres ersichtlich, welche tiefe Entwürdigung für die Frau die Vielweiberei bedeutet. Denn nicht mehr als menschliche Persönlichkeit kommt das Weib dabei in Frage, sondern lediglich als Geschlechtswesen, das sich für kurze Zeit vielleicht der Gunst des Mannes erfreut, um dann wieder hintangestellt zu werden.

Je mehr man sich dies vergegenwärtigt, um so höher muss die Anerkennung steigen vor der ungeheuren Wohltat, welche das Christentum der Frau gebracht hat in der Durchsetzung der Einehe, d. h. der Forderung, dass das eheliche Band nur geknüpft werden kann zwischen EINEM Mann und EINER Frau und dass es durch NICHTS anderes gelöst werden kann als durch den Tod des Ehegatten.

Gerade die unauflösliche Einehe errungen zu haben ist das Verdienst der katholischen Kirche. Es hat sie fast durch ein ganzes Jahrtausend schwere Kämpfe gekostet, diese Forderung durchzusetzen. Die Leidenschaften der Mächtigen dieser Erde wollten nichts hören von der Forderung der Kirche, aber sie hat zum Wohl der Frau an der Beendigung der Vielweiberei festgehalten, während andere sogar noch in der Neuzeit dem Druck der Macht nachgegeben haben.

Luther beispielsweise erlaubt dem Kurfürsten von Hessen die Vielweiberei mit der Begründung, dies sei ja auch im Alten Bund Praxis gewesen. Zu seiner bereits 1524 angetrauten Frau Christine von Sachsen (1505–1549) schloss dieser 1540 eine zweite Ehe mit dem sächsischen Hoffräulein Margarethe von der Saale (1522–1566), die Martin Luther, Melanchthon und Martin Bucer billigten – Melanchthon war sogar bei der Hochzeit auf Schloss Rotenburg anwesend.

Dem gegenüber steht das Beispiel der katholischen Kirche, welche der Willkür der Herrscher widerstand und für die Rechte einer einzigen Frau ein ganzes Land verlor. Heinrich VIII. wollte die ihm angetraute Gattin Katharina von Aragón verstoßen, weil sie ihm keinen Thronfolger gebar. Da schritt die Kirche ein und drohte wegen der Missachtung der Rechte von Katharina mit Exkommunikation. Diese erfolgte später wirklich, und mit dem König fiel ganz England von der Kirche ab.

Ähnlich ist der Fall der dänischen Prinzessin Ingeborg, welche von Philipp August von Frankreich am ersten Tag der Ehe verstoßen wurde. Der Historiker Finke schreibt: „Den einzig wirklichen Schutz bot Rom: diesen Ruhm muss ihm die Geschichtsforschung lassen. Ingeborgs Jammerruf: Roma! Roma! ertönte aus mancher gequälten Frauenbrust, und in Rom hat eine ganze Schar dieser unglücklichen Königinnen und Fürstinnen schließlich ein freudeloses, aber doch friedliches Heim und die ewige Ruhestätte gefunden." (Internationale Wochenschrift, 1910)

Man sieht, die Kirche hat unerschrocken am göttlichen Gesetz festgehalten und sich von ihm nie auch nur um ein Jota abbringen lassen, um auf diese Weise die Gunst der Herrscher zu erbuhlen.

Ein phantastisches Vorbild hierfür findet sich bereits im Neuen Testamen: Johannes der Täufer. Der größte Prophet verliert sein Leben, weil er den Mut besaß, König Herodes ins Gesicht zu sagen, dass es ihm nicht erlaubt ist, die Frau seines Bruders zu heiraten.

Ganz anders ist die Lage im Islam. Es heißt im Islam: „Und wenn ihr fürchtet, gegenüber den Waisen nicht gerecht zu sein, dann heiratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier." Dazu kommen, wenn der Mann das will, eine ungezählte Menge an Nebenfrauen (siehe Punkt 8).

3. Die Menschwerdung Christi durch eine Frau

Die volle Rettung brachte der Frau erst die Menschwerdung Christi aus einer Frau. Weil der göttliche Heiland auch der Heiland und Helfer des weiblichen Geschlechtes sein wollte, ist er in die Menschheit eingetreten, „geboren vom Weibe", und wahrlich, wenn Gott selbst von des Himmels Höhen in der Frauen Schoß herniedersteigt und aus der Frau Fleisch und Blut annimmt, dann fällt die Verachtung dahin, mit welcher das Heidentum die Frau beschimpft hat.

Die Gottesmutter Maria war und wird nicht nur das Vorbild aller Frauen, sie ist durch diese Auserwählung zum höchsten Geschöpf aller Menschen geworden. Selbst die Engel (substantiae separatae) stehen in der Hierarchie der Gnade unter der Gottesgebärerin. So fällt im Christentum ein Widerschein der höchsten Frau auf das ganze Frauengeschlecht ("Du bist gebenedeit unter den Frauen"), wie dies in keiner einzigen Religion der Erde der Fall ist.

Das ist die gewaltige soziale Bedeutung der Marienverehrung: Allein wegen die Stellung der Frau im Erlösungsgeschehen ist eine Geringschätzung der weiblichen Geschlechts unmöglich. Die Marienverehrung ist in besonderer Weise ein Vorzug der katholischen Kirche. Die protestantische Auffassung hat diese Sonderstellung der Muttergottes verkannt.

4. Die herausragende Stellung der Frau als Jungfrau und Ordensfrau

Die katholische Kirche hat noch mehr für die Stellung der Frau getan, als nur die Vielweiberei abzuschaffen und die Unauflöslichkeit der Ehe begründet zu haben.

Sie hat der Frau unabhängig von der Ehe eine völlig neue, sozial anerkannte Stellung ermöglicht. Die Kirche war die Erste, welche es der Frau ermöglichte, auch als unverheiratete Frau höchstes Ansehen zu genießen. In der Frühzeit des Christentums galt das für die Jungfrau und in der Folge davon für die Ordensfrau.

Berühmt und hochgeachtet ist die große Zahl der urchtistlichen Jungfrauen: Agnes, Agatha, Lucia, Caecilia, Bibiana, Katharina, Thekla, Dorothea, Eulalia, Anastasia usw.

Die Ordensfrauen und Schwestern genossen in der ganzen Geschichte der Christenheit höchstes Ansehen (siehe Punkt 5). Diese sozial anerkannte Stellung der unverheirateten Frau mit hoher Bildung ist in keiner anderen Religion bekannt. Es war die Kirche, welche den Ordensfrauen als Erste auch eine leitende Stellung zubilligte. So kennt das Mittelalter eine große Zahl herausragender Äbtissinen.

5. Die großen heiligen Frauen der Kirchengeschichte

Gerade das so viel geschmähte Mittelalter kennt großartige Frauengestalten, deren Andenken von der Kirche in höchsten Ehren gehalten wird. Es waren Äbtissinnen und Ordensfrauen, welche nicht nur in Kultur und Glaubenslehre Großes leisteten . Man denke an die heilige Hildegard von Bingen, die heilige Walburga, die heilige Lioba, die heilige Ottilia, die heilige Ida, die heilige Irmgard, die heilige Klara, die heilige Elisabeth, die heilige Hedwig , die heilige Irmgard und viele mehr.

Dazu kommen die großen Mystikerinnen der deutschen Mittelalters: die heilige Gertrud, die heilige Mechthild von Hackeborn, die heilge Mechthild von Magdeburg. Sie gehören ebenso zu den großen Lehrerinnen der katholischen Mystik wie in der Neuzeit die heilige Teresa von Avila.

Andere Frauengestalten haben aktiv in das Geschehen der Kirchengeschichte eingegriffen. Die heilige Katharina von Siena entfaltete auch eine politische Wirksamkeit. Sie hielt öffentliche Ansprachen und brachte dabei – wenn sie es gerade aufgrund ihrer Verbundenheit mit der Kirche für nötig hielt – auch scharfe Kritik an den kirchlich und politisch Verantwortlichen an. Bald verbreitete sich ihr Ruf in ganz Europa, und Menschen aus allen Ländern fragten sie um Rat – darunter selbst der Papst. Ähnliches gilt für die heilige Hildegard, zu der selbst Könige kamen, um sich beraten zu lassen.

6. Die hochmittelalterliche Frauenverehrung

Wiederum ist es gerade das so viel geschmähte Mittelalter, das eine Stellung der Frau kennt, die heute vollständig vergessen worden ist.

Der mittelalterliche Mann kannte die sogenannte "Minne", ein Wort, das heute nur mehr aus dem Begriff "Minnegesang" bekannt ist. In Wirklichkeit ist die Minne viel mehr als nur poetischer Gesang.

„Eine Frau minnen" bedeutete für den mittelalterlichen Mann, die Frau geistig liebend zu verehren. Dabei ging es nicht um die Sexualität und das Körperliche, sondern um den Geist und das Herz. Dante hat der "Minne" in der Person der Beatrice ein wunderbares, ewig währendes Denkmal gesetzt.

Wenn man es recht besieht, ist die mittelalterliche Minne das diametrale Gegenteil der unsäglichen Pornographie der Moderne. In der Minne tritt die Sexualität in den Hintergrund und die Frau als Person in den Vordergrund. Genau das Gegenteil unternimmt die moderne Gesellschaft in der Überbetonung der Sexualität und der Pornographie, welche die Frau als Person verachtet und sie zum Lustobjekt der männlichen Sexualität degradiert. Ähnliches gilt für den Top-Modell-Wahn der Modeindustrie: Frauen werden nur noch bewertet nach ihren körperlichen Vorzügen, die innerlichen Werte gehen vollständig verloren.

7. Die Situation und Stellung der Frau im 21. Jahrhundert

Wie steht die Priesterbruderschaft St. Pius X. zur heutigen Stellung der Frau?

Die Piusbruderschaft wehrt sich gemeinsam mit den heute immer mehr erwachenden konservativen Kräften gegen eine hemmungslose und verderbliche Zerstörung jedes Unterschiedes innerhalb der Geschlechter (Gender-Mainstreaming).

Gerade dieser Unterschied befähigt ja Mann und Frau dazu, verschiedene Aufgaben innerhalb der Gesellschaft zu übernehmen. Was nicht bedeutet, dass die Frau nur hinter dem Herd stehen und kochen darf, wie dies immer verächtlich dargestellt wird. Schon Papst Pius XII. sprach 1947 in einer Ansprache an den Internationalen Verband der katholischen Frauenvereine von den Aufgaben und Pflichten der Frau in der Politik.

Aber der Vorwurf, der der modernen Gesellschaft zu machen ist, besteht darin, dass sie die Aufgaben der verantwortungsvollen Sorge einer Familienmutter nur noch in abschätziger Weise und diskriminierend darstellt. So, als wäre jede Frau, die in der Liebe zur Familie ihre berechtigte Erfüllung findet, nur halb verwirklicht, weil ihr die Karriere und das Berufsleben (mit anderen Worten: die Arbeit für fremde Drittpersonen) fehlen.

Insofern kritisieren wir auch einen Staat, der den Familien oft nicht ausreichend Unterstützung zukommen lässt, so dass viele Frauen zur Arbeit außerhalb der Familie gezwungen werden, was zu einer unzumutbaren Doppelbelastung führt.

Die Kinder den Müttern schon in Kleinkindalter wegzunehmen (Kinderkrippen), damit die Frau wieder für fremde Personen als Arbeitskraft dient, ist eine Zerstörung der hohen Sendung einer Mutter. Die Folgen dieser familienvernichtenden Maßnahmen werden erst in einer Generation zu sehen sein.

Folgende Pressemeldung erschien am 13. April 2012:

Die Sünden gegen das Naturgesetz rächen sich auch in der Natur und nicht erst im Jenseits. So berichtet die KNA, dass die sexuelle Revolution nach Ansicht der US-amerikanischen Soziologin Mary Eberstadt Frauen unglücklicher gemacht.

Erst jetzt zeichneten sich die Folgen der Befreiungsbewegung der 60er Jahre in den Vereinigten Staaten ab;demnach seien viele Frauen „schlimmer dran als vorher", sagte die Soziologin an der kalifornischen Stanford University der US-amerikanischen „Catholic News Agency".

Eberstadt verwies auf Klagen moderner Frauen über eine hohe Arbeitsbelastung und Schwierigkeiten bei der Partnersuche.

Diese Probleme seien nicht zuletzt durch die sexuelle Revolution verursacht, die „eine Menge Leute mehr auf den sexuellen Marktplatz gebracht" habe, so Eberstadt. Dies habe den Wettbewerb und den Druck auf Beziehungen erhöht.

Die stärker verbreitete Geburtenkontrolle habe zu mehr Experimenten, aber auch zu größerer sexueller Unzufriedenheit geführt, so die Wissenschaftlerin.

Grund für die Enttäuschung sei das beständige Streben nach immer größerer sexueller Erfüllung. Eberstadt hatte diese These bereits in ihrem Buch „Adam und Eva nach der Pille - Paradoxe der sexuellen Revolution" dargelegt.

 

8. Die Frau in anderen Religionen

Die ganze Verleumdung um die erdichtete Frauenfeindlichkeit der Piusbruderschaft legt die Frage nahe: Wie sieht denn die Rolle der Frau in anderen Religionsgemeinschaften aus?

Die Gleichberechtigung der Frau mit dem Mann - nicht zuletzt durch die Einführung der Monogamie - ist in bestimmten Religions- und Kulturkreisen noch gar nicht vollzogen. Während man die Piusbruderschaft der Frauenfeindlichkeit beschuldigt, können andere Weltanschauungen ohne jede Schwierigkeit die Vielweiberei propagieren, welche eine eklatante Ungleichberechtigung der Frau bedeutet.

Vertreter dieser Ansicht dürfen in Deutschland und anderswo ohne jede Schwierigkeit ihren Glauben praktizieren und ausüben, ohne dass ihnen jemand den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit zu machen wagt.

 

A) Frau im Islam

"Der Islam ist die frauenfeindlichste Religion, eine Hölle auf Erden für die Frau. Ihre Daseinsberechtigung beruht ausschließlich darin, dem Mann zu Diensten zu sein." (Spiegel Spezial 1, 1998)

Männer sind Herrscher über die Frauen (4:38). Der Koran bezeichnet die Frauen als ein Saatfeld für die Männer (2:223).

„Passt auf die Frauen auf! Sie sind Gefangene und haben über sich selbst überhaupt keine Macht", sagte Mohammed in einer Rede in Mekka während seiner Abschiedswallfahrt.

Den Männern wird erlaubt, ihre Ehefrauen zu schlagen (4:38) und - nach einer Staffelung der Bestrafung des islamischen Gesetzes - zum Schluss Gewalt anzuwenden: "...und schlagt sie!" (4:34).

Der Mann kann eine Christin heiraten (5:5), die Frau darf nur einen Muslim heiraten. Außerdem muss sie bis zur Ehe keusch bleiben (24:60 und 70:29). In der Ehe kann der Mann Konkubinen haben (70:29). Die Frau kann nach dem Scharia-Gesetz für Ehebruch zu Tode gesteinigt werden. Die Männer haben das Recht auf Scheidung, nicht aber die Frauen.

Der Mann steht eine Stufe höher als die Frau (2:228). Vor Gericht zählt das Zeugnis des Mannes doppelt so viel und ist vertrauenswürdiger als das einer Frau. Ein Mann erbt bei einem Nachlass doppelt so viel wie eine Frau. Eine geschiedene Frau hat von Rechts wegen keinen Unterhaltsanspruch.

Dazu kommt die sogenannte Mu'ah-Ehe, eine „Scheinehe", welche für die sexuellen Wünsche der Männer während der Abwesenheit ihrer Frauen geschlossen werden kann: „Mut'ah-Ehe bedeutet, dass ein Mann für eine bestimmte Summe Geldes eine Frau mietet für eine bestimmte Zeitperiode, um mit ihr Verkehr zu haben. Die Gelehrten sind sich einig, dass diese Mut'ah-Ehe zur Anfangszeit des Islams erlaubt worden ist. Es wird berichtet, als der Prophet zur Durchführung der Omrah (der kleinen Pilgerreise, Anm. d. Red.) nach Mekka kam, da putzten sich die Frauen von Mekka heraus, sie machten sich fein und schmückten sich. Die Gefährten des Propheten beklagten sich bei diesem und sagten, dass sie schon lange keinen Sex mehr gehabt hätten, darum sprach er zu ihnen: „Vergnügt euch mit diesen Frauen."

 

B) Frau im orthodoxen Judentum

Baruch Rabbinowitz, ein jüdischer Rabbiner, schreibt:

"Das rabbinische Gesetz kennt jedoch Schlupflöcher. So darf nur der Mann allein die Scheidung beantragen, er kann seine Frau nach Lust und Laune verlassen, ja, er kann sogar, ohne sich von ihr vorher scheiden zu lassen, im Ausland eine neue Ehe schließen."

"Verlassene Frauen, in der jüdischen Tradition 'Agunot' genannt, gibt es immer noch erstaunlich viele, besonders in Israel und in Belgien. Sie sind pro forma verheiratet und dürfen sich weder scheiden lassen noch einen anderen Mann heiraten, obwohl ihre Ex-Männer längst neue Familien gegründet haben. Derartige Gesetze sind unmenschlich, und es gibt deren viel zu viele - statt den betroffenen Menschen zu verteidigen, schlagen sie noch auf ihn ein." (Aus: Baruch Rabinowitz, Ein Jesus für Juden und Christen, S. 60)

Im Schacharit le Schabbat (Schabbatgebet am Morgen) heißt es:

"Baruch Atah Adonai Elohejnu Melech Haolam, Schelo Asani Ischah."

"Gepriesen [bist] Du, Herr Gott, König der Ewikgeit, dass du mich nicht als Frau erschaffen hast."

Vor kurzem veröffentlichte die KNA folgende Meldung:

Frauen dürfen nicht Autofahren
Jerusalem (KNA) Ein jüdischer Geistlicher in Israel will Frauen das Autofahren nur in Ausnahmefällen gestatten. Wie Medien am Mittwoch berichteten, legte ein Rabbiner in der Stadt Cholon ein entsprechendes religiöses Gutachten vor. Frauen am Steuer lenkten männliche Fahrer ab, begründete der Geistliche seine Forderung. Dies habe schon mehrfach zu Unfällen geführt. [...] Das Verbot könnte vor allem in mehrheitlich ultraorthodox bewohnten Städten Anwendung finden. Ein ähnliches Gutachten hatte bereits früher für Schlagzeilen gesorgt.

 

Frau mit Gebetsschal an Klagemauer festgenommen

Jerusalem (KNA) An der Jerusalemer Klagemauer ist am Donnerstag eine Frau festgenommen wor-den, weil sie einen traditionell Männer vorbehaltenen Gebetsschal trug. Das Mitglied der Organisati-on „Women of the Wall (WOW)“ (Frauen an der Mauer) hatte mit rund 50 anderen Frauen an einem Gebet dieser Gruppe teilgenommen, die sich seit 1988 für gleiche Rechte für Männer und Frauen an der Klagemauer einsetzt. Im abgetrennten Frauenbereich ist es Frauen erlaubt zu beten, nicht aber, aus der Thora vorzulesen oder die traditionellen Gebetsutensilien der Männer zu nutzen. Das für die Klagemauer zuständige Rabbinat sieht im Tragen des Gebetsschals oder -riemens sowie in Thora-Lesungen durch Frauen eine Verletzung des jüdischen Religionsrechts. Der Oberste Gerichtshof hatte im Jahr 2000 Frauen diese Rechte zunächst zugestanden; kurz darauf wurde jedoch im Parla-ment ein Gesetzentwurf der religiösen Parteien angenommen, der entsprechende religiöse Zeremo-nien in der Frauenabteilung verbietet. (KNA, 21. Juni 2012)

Das Judentum ist über die Jahrhunderte dem Christentum in der Praxis gefolgt und praktiziert ebenfalls die Ein-Ehe.

C) Frau im Hinduismus

Ganz besonders erschreckende Formen der Besitzergreifung der Frau durch den Mann zeigen sich in der Religion des Hinduismus. Dort gibt es Sati, die Verbrennung der Frau bei lebendigem Leib.

Sati (Sanskrit, f., सती, satī, wörtl.: „die Seiende", Frau, die den richtigen, mutigen Weg wählt) ist die rituelle Verbrennung von Frauen in einigen indischen Religionsgemeinschaften. Nach dem Tod des Mannes konnte es geschehen, dass seine Witwe bei der Verbrennung des Leichnams ebenfalls auf dem Scheiterhaufen verbrannte (Witwenfolge). Dieses geschah aus religiöser Überzeugung oder aus sozialem Druck. Frauen, die Sati begingen, wurden in hohen Ehren gehalten und teilweise göttlich verehrt, ihre Familie gewann hohes Ansehen.

D) Frau bei den Atheisten und aufklärerischen Freidenkern

Als Beispiel für Frauenverachtung kann der Atheist Nietzsche angeführt werden:

Im "Zarathustra" findet man u. a. folgende Äußerungen zu Frauen: "Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht!" "Und gehorchen muss das Weib und eine Tiefe finden zu seiner Oberfläche. Oberfläche ist des Weibes Gemüt, eine bewegliche stürmische Haut auf einem seichten Gewässer. Des Mannes Gemüt aber ist tief, sein Strom rauscht in unterirdischen Höhlen: das Weib ahnt seine Kraft, aber begreift sie nicht."

Aphorismen bzw. Auszüge aus "Jenseits von Gut und Böse" : 144. "Wenn ein Weib gelehrte Neigungen hat, so ist gewöhnlich etwas an ihrer Geschlechtlichkeit nicht in Ordnung. Schon Unfruchtbarkeit disponiert zu einer gewissen Männlichkeit des Geschmacks ... " 145. "Mann und Weib im Ganzen verglichen, darf man sagen: das Weib hätte nicht das Genie des Putzes, wenn es nicht den Instinkt der zweiten Rolle hätte."

"Nichts ist von Anbeginn an dem Weibe fremder, widriger, feindlicher als Wahrheit – seine große Kunst ist die Lüge, seine höchste Angelegenheit ist der Schein und die Schönheit."

"Ein Mann hingegen, der Tiefe hat, in seinem Geiste wie in seinen Begierden ... kann über das Weib immer nur orientalisch denken: er muss das Weib als Besitz, als verschließbares Eigentum, als etwas zur Dienstbarkeit Vorbestimmtes und in ihr sich Vollendendes fassen."

Aber auch bei Schopenhauer, Weininger u.a. finden sich ähnliche oder noch schwerer wiegende Zitate.

 

 

 


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