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Der heilige Paulus bezeichnet im Römerbrief die Homosexualität nicht nur als Sünde, sondern sogar als Strafe Gottes. Gott überlässt diejenigen, die ihn nicht gebührend verehren wollen, der Verfinsterung des Verstandes und schändlichen Leidenschaften, so dass sie alle Arten von Torheiten begehen sowie ihren eigenen Leib schänden. „Obwohl sie nämlich Gott erkannten [kraft ihres Verstandes, wie Paulus in den Versen zuvor darlegt], haben sie ihn doch nicht als Gott verehrt noch ihm gedankt. Vielmehr wurden sie töricht in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Während sie sich brüsteten, Weise zu sein, wurden sie zu Toren. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Abbildern von vergänglichen Menschen, von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren.“ (Röm 1,21-23)
„Die Sittenverderbnis des alten Heidentums und jeglicher Gottlosigkeit geht darum nicht auf mangelnde Erkenntnismöglichkeit zurück, sondern auf die mangelnde Willensbereitschaft, aus der sich aufdrängenden Wahrheit die Folgerungen für das sittlich-religiöse Leben zu ziehen. Nicht aus Verstandesgründen lehnt der Ungläubige Gott als Schöpfer und Herrn des Weltalls ab, sondern aus Hochmut verweigert er ihm die Huldigung. Sein Stolz bäumt sich gegen den Gedanken auf, in allen Dingen von Gott abhängig zu sein und ihm alle Gaben für Leib und Seele zu verdanken. Da aber die Annahme einer überweltlichen, persönlichen und göttlichen Macht und Weisheit die einzig befriedigende Antwort auf die letzten und tiefsten Fragen der Welt ist, bleibt den Gottesleugnern nur die Wahl, entweder auf jede Antwort zu verzichten oder sich mit unwahren, törichten und unmöglichen Lösungen zufrieden zu geben. Ob sie dabei mit dem alten Heidentum die Naturkräfte selbst vergöttern oder mit dem Materialismus an eine Gesetzmäßigkeit ohne Gesetzgeber glauben oder mit dem Pantheismus Gott in der Welt aufgehen, das Unendliche zugleich endlich und den Geistträger zugleich geistlos sein lassen, es sind ‚Nichtigkeiten’, auf die ihre Gedanken verfallen, Folgen der Verblendung, die ihr ‚Herz’ umfangen hält.“ (Kommentar zum Römerbrief von Edmund Kalt; in: Die Heilige Schrift für das Leben erklärt, Bd. 14, Freiburg im Breisgau 1937)
„Darum gab sie Gott durch die Gelüste ihres Herzens der Unlauterkeit preis, so dass sie ihre Leiber entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge und verehrten und beteten das Geschöpf an anstatt den Schöpfer, der da hochgelobt ist in Ewigkeit. Amen. Deshalb gab Gott sie schändlichen Leidenschaften preis. Ihre Weiber verkehrten den natürlichen Verkehr in den widernatürlichen. Ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in ihrer wilden Gier zueinander. Männer trieben Schamloses mit Männern und empfingen so an sich die verdiente Strafe für ihre Verirrung.“ (Röm 1,24-27)
Diejenigen, die die rechte Ordnung verkehren und die Geschöpfe an die Stelle Gottes setzen, werden zur Strafe von Gott sich selbst überlassen, so dass sie die rechte Ordnung in sich selbst verlieren und sogar in Sünden gegen die Natur verfallen. Gerade in der Oberschicht der griechisch-römischen Welt, also unter den stolzen „Gebildeten“, waren diese Laster besonders verbreitet. Der heilige Thomas von Aquin kommentiert: Wenn schon die gewöhnliche Unzucht den Menschen auf die Stufe des Tieres erniedrigt, so gerät er durch die Sünden gegen die Natur sogar noch unter die Tiere.
Das Verfallensein an diese Sünden ist also für Paulus selbst schon eine Strafe! Auf den Einwand, dass die Sünder diese Strafe offenbar gar nicht bemerkten, antwortet der heilige Johannes Chrysostomus: Jeder würde einen Wahnsinnigen bedauern und nicht mit ihm tauschen wollen, auch wenn dieser lacht und ausgelassen fröhlich ist. Dass er seinen Wahnsinn nicht bemerkt, macht die Sache nicht weniger schlimm, sondern schlimmer und geradezu unheimlich! Da die Sünder ihren Zustand nicht erkennen, sind sie umso unrettbarer verloren! Wenn man dazu bedenkt, dass die Homosexuellen von vielen Krankheiten bedroht sind und die Selbstmordrate unter ihnen deutlich höher liegt als bei anderen Menschen, ahnt man, dass man schon in dieser Welt die Ordnung der Natur nicht ungestraft missachtet.
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