Fastenzeit (13. Tag) - Montag nach dem 2. Fastensonntag PDF Drucken E-Mail
Montag, den 05. März 2012 um 09:35 Uhr

betende haende_2„Ich gehe h i n."

1. Zum ersten Mal tritt heute in den Fastenmessen das Leidensmotiv auf: Christus von den Juden bekämpft. Wir nehmen an diesem Kampfe gegen unsern Heiland innigen Anteil. Er findet im Kreuzestode Jesu seinen Höhepunkt, im Leben des mystischen Christus, d. i. der heiligen Kirche, seinen steten Fortgang und am Jüngsten Tage, im glorreichen Triumph Christi und Seiner Kirche, seinen Abschluß.

2. Der betende Daniel der Epistel ist uns Christus, der Erlöser. Unser Heiland nimmt unsere Sünde auf sich, büßt sie ab und fleht am Kreuze mit blutigen Tränen für uns, an unserer Statt, um Verzeihung und Vergebung: „Herr, unser Gott, Du hast Dein Volk mit starker Hand aus Ägypten geführt (Taufe). Wir haben gesündigt und unrecht gehandelt gegen alle Deine Satzungen. Ich bitte Dich flehentlich: Möge Dein Zorn und Dein Grimm weichen von Deiner Stadt Jerusalem (der heiligen Kirche); denn wegen unserer Sünden und um der Verschuldungen unserer Väter willen ist Jerusalem und Dein Volk zum Gespött geworden allen, die ringsum wohnen. So erhöre denn, unser Gott, das Gebet Deines Dieners und sein Flehen, und laß um Deiner selbst willen Dein Angesicht leuchten über Deinem Heiligtum. Erhöre uns, Herr, sei gnädig. Hab acht auf uns, o Herr, und handle! Um Deiner Selbst willen säume nicht. Denn Dein . Name ist über Deine Stadt und Dein Volk angerufen, Herr, unser Gott." So fleht unser Heiland stellvertretend für uns. Einmal am Stamme des heiligen Kreuzes. Heute täglich im Opfer der heiligen Messe: sie ist ein Opfer der Sühne und der Bitte um Verzeihung und Gnade. Ach, die vielen Sünden und Ungerechtigkeiten, die von den Kindern der Kirche, von uns, dem heiligen Volke Gottes, begangen werden! Wie, wenn Er nicht unsere Sünden auf sich genommen hätte! Wenn Er nicht unaufhörlich für uns sühnte und zu Gott flehte! Und wie Er uns Unwürdige liebt! Am Kreuze, im Opfer der heiligen Messe!

„Ich gehe hin" (Evangelium). Vor Seinem Auge stehen die Schrecken des ölgartens, der Geißelung, der entehrenden Szenen vor den Richtern, der Verspottung durch Herodes und durch die Soldaten; der Verwerfung durch Sein Volk, das Er so innig liebt, der Kreuzigung und des Todes. „Ich gehe hin." Im Drang der Liebe zum Vater, daß Er die Ihm zugefügte Beleidigung wieder gutmache. Im Drang der Liebe zu uns, daß Er uns aus Kindern der ewigen Verdammnis und des Zornes Gottes zu geliebten Kindern des Vaters mache; daß wir die Reichtümer und Seligkeiten des Lebens Gottes, der Gnade und des ewigen Besitzes und Genusses Gottes mitbesitzen und mitgenießen können. „Ich gehe hin", Mich zu opfern, alles zu geben.

„Ich gehe hin." Jetzt, in der Feier der heiligen Messe. Da tritt Er für Seine, durch die Sünden so vieler Kinder, auch durch meine Sünden, erniedrigte Kirche im Namen der Büßenden vor den Vater hin und vollzieht auf dem Altar unblutigerweise das Opfer, das Er einmal am Kreuze dargebracht hat. Um Seiner Kirche, um uns Verzeihung, Gnade und Hilfe zu erwirken. Alles, was Er im Erdenleben erduldet, getan, gebetet, verdient hat; Seinen Leib, Seine Seele, Sein Blut, Sein Herz opfert Er in der heiligen Messe, stellvertretend für jeden von uns. Wir gehen mit. Wir erkennen im Opfer des Altars das lebendige Nachbild Seines Opfers am Kreuze, die gleiche Liebe zu uns, wie Er sie am Kreuze hatte, den gleichen Drang, uns zu erlösen, zu retten. Wir gehen mit Ihm: Wir werden im Brot und Wein zusammen mit Ihm ein Opfer der Sühne, der Hingabe an Gott. Ein Opfer der Liebe, bereit, alles zu geben, mit unserem Herrn und Heiland uns hinausstoßen, ungerecht behandeln, verurteilen, kreuzigen zu lassen. „Ich gehe hin."

3. Wir schließen uns dem mit Seiner Kirche und für Seine Kirche flehenden und sühnenden Erlöser an und beten im Namen der ganzen Menschheit, die heute so sehr darniederliegt, die ergreifenden Worte der Epistel.

Wir sind im Heiligtum des hl. Klemens. Von der Höhe der Apsis leuchtet uns das herrliche Kreuz in Mosaik entgegen und illustriert uns die Worte des Evangeliums: „Wenn der Menschensohn (am Kreuze) erhöht sein wird, dann werdet ihr erkennen, daß Ich es bin." In Seinem Leiden, in Seiner Hingabe und Sühne für uns, in dem Übermaß Seiner Verdemütigung und Seiner Liebe zu uns sollen wir Ihn in der heiligen Fastenzeit kennen lernen.

„Der Mich gesandt hat, der ist mit Mir, und Er läßt Mich nicht allein, weil Ich stets tue, was Ihm wohlgefällig ist" (Evangelium). Könnten auch wir mit unserem Heiland also sprechen: „Ich tu allzeit, was Ihm wohlgefällig ist"! Das sollte die Frucht des heiligen Opfers sein, das wir mitfeiern.

Gebet

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott, gib, daß Deine Familie, die sich in der Nahrung Abbruch tut, um den Leib zu züchtigen, auch von Sündenschuld sich enthalte, um nach der Gerechtigkeit zu streben.

Sei unserem Flehen hilfreich nahe, und wie Du uns Vertrauen auf Deine Vatergüte einflößest, die wir erhoffen, so laß uns auch in Deiner Güte die Wirkung Deiner gewohnten Barmherzigkeit zukommen. Durch Christus unsern Herrn. Amen.


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