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Die Pfadfinderinnen von Schönenberg stellen sich vor

Siehe auch die Hompage der Pfadfinder.

Seit Herbst 1997 existiert unsere Pfadfindergruppe am St.-Theresien-Gymnasium. Im Juni 2005 haben wir unseren eigenen Bund, die Katholische Pfadfinderschaft St. Jeanne d’Arc (KPJ), gegründet und unseren Stamm nach der hl. Cordula benannt.

Jeder Stamm ist aufgeteilt in die Wölflingsstufe (bis 12 Jahre), in die Pfadfinderstufe (bis 16 Jahre) und in die Raiderstufe (ab 16 Jahre). Unser Pfadfindertrupp in Schönenberg besteht aus 7 Gilden (Gruppen) mit jeweils 5-8 Mädchen. Diese treffen sich jeden Samstag zur Gruppenstunde und ungefähr einmal im Monat zum Trupptreffen. Die Raiderinnenrunde dagegen trifft sich nur einmal im Monat.

Was uns an der Art von jugendlichem Engagement anfangs so sehr faszinierte, war die Liebe zur Natur, Lagerfeuer, fröhliches Singen; kurz – die Atmosphäre der Pfadfinderschaft. Bald jedoch lernten wir, dass dies die Brücke zu einer viel tieferen Zielsetzung ist, nämlich die Vorbereitung des Einzelnen auf die verschiedenen Aufgaben in Familie, Kirche, Staat und Gesellschaft. So erweiterte sich unsere Begeisterung für hohe Werte, auch für den Dienst am Nächsten, sowie die tägliche Verwirklichung der Nachfolge Christi im Alltag.zinierte, war die Liebe zur Natur, Lagerfeuer, fröhliches Singen; kurz – die Atmosphäre der Pfadfinderschaft. Bald jedoch lernten wir, dass dies die Brücke zu einer viel tieferen Zielsetzung ist, nämlich die Vorbereitung des Einzelnen auf die verschiedenen Aufgaben in Familie, Kirche, Staat und Gesellschaft. So erweiterte sich unsere Begeisterung für hohe Werte, auch für den Dienst am Nächsten, sowie die tägliche Verwirklichung der Nachfolge Christi im Alltag.

Die Pfadfinder-Methode und ihr Gründer Baden Powell

Baden Powell (1857-1941) durchlief eine steile Militärkarriere und bekleidete im Dienst der englischen Krone die unterschiedlichsten Ämter in Indien, Afrika, Irland,… Er gewann viele Erkenntnisse in der Arbeit mit den jungen Soldaten, die ihm in seiner späteren Erziehung von Jugendlichen zu Pfadfindern von großem Nutzen waren.

Ab 1909 widmete er sich ausschließlich der Pfadfinderei. Ende 1910 waren allein in England 100.000 Jungen als Pfadfinder eingeschrieben. In Kürze bildeten sich auch in vielen anderen Ländern kleine Gruppen und er erkannte, dass mit seiner Jugendbewegung die Möglichkeit bestand, das Pfadfindertum über die ganze Welt zu verbreiten. Ihm schwebte eine große Bruderschaft vor, ähnlich der Bruderschaft verbündeter Ritter des Mittelalters.

„Die alten Ritter“, so schrieb er unter anderem, „waren sehr religiös und immer darauf bedacht, am Gottesdienst teilzunehmen, besonders vor dem Kampf oder vor irgendeiner schwierigen Aufgabe. Sie verehrten Gott nicht nur in der Kirche, sondern auch in der Natur und in seinen Geschöpfen, in den Tieren und Pflanzen. So soll es auch der Pfadfinder halten: Er soll die Wunder der Natur lieben und Gott darin erblicken.“

Die Prinzipien, das Gesetz und das Versprechen der katholischen Pfadfinder, die schon in dieser Form von B.P. verwendet wurden, gleichen ohne jeden Zweifel den Regeln der Ritter von einst.

Ritterlichkeit und Treue zu Gott – diese beiden Tugenden fand B.P. in einer heiligen Gestalt vereint: im Ritter St. Georg, den er 1909 offiziell zum Schutzpatron erklärte, „weil er unter den Heiligen der einzige Ritter war.“

1916 wurde eine Bewegung für Pfadfinderinnen gegründet. Die Gesetze und auch die Aktivitäten wurden der Berufung der Frau angepasst.

Baden Powell schreibt in seinem Abschiedsbrief an die Pfadfinderinnen über die Aufgabe der Frau:

„Ihr Frauen seid in zweifacher Hinsicht die auserwählten Helferinnen Gottes: einmal, um euer Geschlecht weiter zu tragen, um Kinder zur Welt zu bringen; und zum anderen: Glück in die Welt zu bringen, indem ihr ein ganzes Haus glücklich macht und selbst gütige und heitere Kameraden seid für eure Männer und Kinder.

Auch dadurch, dass ihr eure Kinder zu starken und guten Charakteren erzieht und daneben ihren Leib und ihre Gesundheit nicht vergesst, werdet ihr ihnen helfen, das Leben besser und fröhlicher zu leben. Wenn ihr auf diese Weise Liebe und Glück verschenkt, werdet ihr für euch selbst umgekehrt die Liebe des Mannes und der Kinder gewinnen, und es gibt nichts Besseres als dies auf der Welt.“

 

Was ist das Pfadfindertum?

Es ist eine aktive Methode, deren Ziel es ist, junge Menschen in der Selbsterziehung zu unterstützen, ihr Innerstes zu formen, um sie in den Dienst an Gott, der Kirche und dem Vaterland zu stellen. Das bedeutet, den ganzen Menschen zu formen, Leib und Seele, natürliches und übernatürliches Leben, persönliches und soziales Leben und beinhaltet die fünf Ziele der pfadfinderischen Erziehung:

  1. Die Gesundheit: Sie wird gefördert durch das Leben in der freien Natur; durch Sport, Spiele, Wanderungen und einfaches Essen.
  2. Der Sinn für das Konkrete: Damit sind die praktischen Fähigkeiten, wie z.B. kochen oder basteln, gemeint, aber auch die Pfadfindertechniken, vom Spurenlesen bis hin zum Bau von Blockhütten. „Learning by doing“ (Zitat von B.P.)
  3. Die Charakterbildung: Verlässlichkeit, Gehorsam, Verantwortung, Treue, Durchhaltevermögen, Ehrgefühl, Wahrheitstreue. Das Wichtigste jedoch ist, nach Versprechen, Gesetz, Prinzipien und Wahlspruch zu handeln und zu leben.
  4. Der Geist des Dienens: der Dienst an Gott, dem Vaterland und den Mitmenschen.
  5. Die Entwicklung des übernatürlichen Lebens: Dabei helfen die Sakramente, der Katechismus, ein geregeltes Gebetsleben etc. Der Glaube soll die Grundlage des Handelns sein. Die Einfachheit in den Materialien, im Lager und in der ganzen Lebensweise macht den Weg frei für Gott.

 

Papst Benedikt XV. erkannte 1915 die katholische Pfadfinderschaft offiziell an.

1946 gab Pius XII in einer Ansprache an die katholische Pfadfinderjugend Italiens drei Gründe für die rasche Ausbreitung des Pfadfindertums an:

  1. Das Pfadfindertum weckt und aktiviert im jungen Menschen alles, was natürlich, gut, edel und gesund ist.
  2. Das Pfadfindertum will Ordnung und rechte Maßstäbe in das Menschenleben bringen.
  3. Das Pfadfindertum gibt der Gottesverehrung und dem Dienste Gottes den überragenden Standort, der ihm im menschlichen Leben gebührt.


Die sechs Grundelemente des Pfadfindertums

1. Das Versprechen:
Bevor ein Neuling sein Versprechen ablegt, macht er sich daran, bestimmte Aufgaben (Proben) zu bestehen. Wenn er alle erfüllt hat, hat er den 3. Grad erreicht und wird zum Versprechen zugelassen. Das Versprechen ist eine feierliche Zeremonie und wird auf das Pfadfinderbanner abgelegt. Der Kandidat verspricht vor Gott, vor dem Priester, vor der Führung und vor allen Pfadfindern, mit der Gnade Gottes sein Bestes zu tun, seine Pflichten gegenüber Gott, der Kirche, seinem Land und Europa zu erfüllen, seinen Mitmenschen jederzeit zu helfen und dem Pfadfindergesetz zu gehorchen (Drei Grundsätze).

2. Die Gilde:
Sie ist eine Gruppe von 4-8 Pfadfinderinnen und wird von einem Mädchen, der Gildenführerin (GF), geführt, die von der Gildenassistentin (GA) unterstützt wird. Jedes Gildenmitglied vertritt ein Amt. So trägt jeder zum Gelingen der Gildenstunde bei, erweitert dabei sein Wissen auf einem bestimmten Gebiet und lernt Verantwortung zu übernehmen.
Ein Neuling legt nach dem Eintritt in den Trupp bei seiner GF den Vasalleneid (Treueid) ab und wird dadurch offiziell in die Gilde aufgenommen. Er verspricht ihr zu gehorchen und der Gilde treu zu sein.

3. Die Erprobungen:
Die Erprobungen bestehen aus Aufgaben in verschiedenen Bereichen (z.B. christliches Leben, Erste Hilfe, Leben in der Natur, Handfertigkeit). Diese werden abgelegt, um in der Rangordnung zu steigen: Man beginnt mit dem 3. Grad, den man erreichen muss, um das Versprechen ablegen zu können.
Die Proben dienen zur Schulung der Selbstdisziplin und zur Charakterformung. Jede Pfadfinderin lernt auf diese Art und Weise ihre Vorlieben besser einzuordnen und Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zu erreichen. Durch die Proben lernt man überleben, retten, dienen.

4. Das Leben in der freien Natur/Lager:
Das Leben in der freien Natur ist Schwerpunkt der pfadfinderischen Erziehung und fördert eine gute Gesundheit.
Die Pfadfinderinnen lernen durch das Leben in und mit der Natur die Größe von Gottes Schöpfung kennen.
In einem Lager wird die Gruppengemeinschaft gestärkt, man kann das Erlernte anwenden und man lernt, mit den einfachsten, naturgegebenen Mitteln zu leben. Die Einfachheit zeigt sich unter anderem durch Kochen auf dem Feuer, durch Holz suchen, Schlafen auf dem Boden, Wasser holen an der Quelle.
Das Lager ist der Höhepunkt eines Pfadfinderjahres.

5. Das Gesetz:
Das Pfadfindergesetz ist die Leitlinie jeder Pfadfinderin in ihrem Leben. Es ist kein Ersatz für die Zehn Gebote, sondern es setzt sie voraus. Es werden jedoch die Dinge, die für das Reifen einer Pfadfinderin wichtig sind, hervorgehoben. Das Gesetz unterstützt die Haupttugenden und leitet über das gewöhnliche Maß hinaus, nicht nur aus Pflicht und Notwendigkeit zu handeln, sondern aus Hochherzigkeit und edler Gesinnung.

6. Der Wahlspruch und die Prinzipien:
Der Wahlspruch lautet: Allzeit bereit!
Bereit sein heißt:
-    „Einsatzbereit sein“, wenn jemand Hilfe benötigt.
-    „Vorbereitet sein“ auf Gefahren und Schwierigkeiten, um darauf klug und entschlossen zu reagieren, aber auch auf den Tod vorbereitet zu sein.
-    „Wachsam sein“ im Alltag und vor allem gegenüber der Sünde.
Die Prinzipien erinnern uns daran, die drei Grundsätze, denen wir uns beim Versprechen verpflichtet haben, einzuhalten.

Näheres über die Pfadfinderinnen aus Schönenberg erfahren Sie auf der

Homepage der Kpj von Schönenberg.

 


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