Stellungnahme zum Religionstreffen 2011 PDF Drucken E-Mail
Offizielle Stellungnahmen - Distrikt (Stellungnahmen)
Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 17:33 Uhr

 Offizielle Stellungnahme des deutschen Distrikts zum
Religionstreffen in Assisi am 27. Oktober 2011:

Papst Benedikt XVI. wird sich am 27. Oktober mit den Vertretern der verschiedenen Religionen treffen, um gemeinsam für den Frieden zu beten.

Dabei ist nichts daran auszusetzen, dass man sich mit anderen Menschen – welcher Religion auch immer sie angehören mögen – trifft und Gemeinschaft pflegt. Im Gegenteil: Der überzeugte Katholik wird immer das Gespräch und den Dialog suchen.

 

Trotz der im Vorfeld mehrfach getätigten Versicherung aus Rom, jeden Synkretismus vermeiden zu wollen, bleibt das Treffen äußerst kritikwürdig:

1. Assisi I – Ein unseliges Gedächtnis

Es ist ein Gedächtnis des ersten Assisi-Treffens unter Papst Johannes Paul II. Dieses Treffen war in seiner Art ein schwerer Verstoß gegen das erste Gebot Gottes: „Höre Israel, ich bin der Herr, Dein Gott! Du sollst keine falschen Götter neben mir haben.“ (Ex 20,3)

Die Homepage der Priesterbruderschaft St. Pius X. (pius.info) hat mit Bild und Videomaterial nachgewiesen, dass das Treffen von Assisi zur Vermengung religiöser Praktiken führte.

Eines solchen Ereignisses kann man sich nicht wie eines freudigen Jubiläums erinnern, es ist vielmehr Anlass zur Trauer.

2. Die heilige und unveränderliche Aufgabe des Pontifex Maximus

Der Papst ist als Stellvertreter Christi auf Erden verpflichtet, die Wahrheit zu verkünden, „sei es gelegen oder ungelegen“ (2. Tim 4,2). Bei diesem Zusammentreffen mit den Vertretern der anderen Religionen ist es daher seine Aufgabe, die Frage nach der Wahrheit zu stellen. Die Antwort auf diese Frage lässt nur zwei Möglichkeiten zu: Entweder sie steht in Übereinstimmung mit dem zweitausendjährigen Evangelium, welches die katholische Kirche bewahrt hat, oder in Gegensatz dazu.

Christus ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“, und „niemand kommt zum Vater als durch mich.“ (Joh 14,6)

Diese und unzählige andere Stellen legen den Katholiken unzweideutig auf die Christusnachfolge fest. Christus selber erklärt sich, als Gottes Sohn mit vollem Recht, zum alleinigen Weg der Wahrheit. Daher kann die katholische Kirche nicht mit den andern Weltanschauungen auf der Suche nach der Wahrheit sein. Sie hat die Fülle der Wahrheit in Christus Jesus unserem Herrn.

Es ist also Pflicht und Aufgabe - unter besonderer Rücksichtnahme auf die Person und die individuellen Anschauungen der Andersgläubigen - mit ihnen in die Diskussion einzutreten, welche die Beantwortung einer einzigen Frage zum Ziel hat: Ist Christus der von Gott gesandte Stifter der wahren Religion?

Es ist selbstverständlich, dass Andersgläubigen die Erkenntnis der göttlichen Urheberschaft der katholischen Kirche nicht plötzlich zuteil wird. Es ist ein Wechselspiel zwischen Gnade und freiem Willen, das oft jahrelanges Suchen und Ringen beinhalten kann. Dennoch sind der Papst sowie alle Nachfolger der Apostel und alle Priester und Gläubigen verpflichtet, diesen Prozess in den Herzen der Menschen in Gang zu bringen.

Das ist die eigentliche Erfüllung der christlichen Sendung: „Gehet hin in alle Welt und verkündet die Frohbotschaft allen Geschöpfen. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden, wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“ (Mk 16,16)

Wenn der Papst in Assisi diesen Anspruch Christi und seiner heiligen Kirche nicht verkündet, missachtet er seine Sendung. Jeder Christ hat dann das Recht und die Pflicht, ihn auf dieses schwerwiegende Versäumnis aufmerksam zu machen. „Wehe mir“, sagt der heilige Paulus, „wenn ich das Evangelium nicht predigte.“ (1. Kor 9,16)

So flehen wir den Stellvertreter Christi an, dem Missionsauftrag Christi treu zu sein.

Wir sind davon überzeugt, dass es dem Heiligen Vater möglich sein wird, den Wahrheitsanspruch der katholischen Kirche den verirrten Schafen in der Weise zu vermitteln, dass seine Einladung zum Umdenken auf offene Herzen stößt.

Die daraus entstehende, notwendige Diskussion wird eine friedvolle sein. Das ist der wahre Dialog, nicht eine Veranstaltung, in der man jedermann glauben lässt, alle Weltanschauungen seien „irgendwie richtig“.

3. Es gibt keinen Frieden ohne Christus

Es ist für einen Katholiken unmöglich, unter Ausschluss von Christus um Frieden zu beten. Das widerspricht direkt der Heiligen Schrift, die Christus als „Sar Schalom“ – „Friedensfürst“ (Is 9,5) bezeichnet.

Für jeden Katholiken ist klar: Es kann auf Erden keinen Frieden geben, außer in Christus. Ohne die Gebote des Evangeliums und ihre Befolgung wird auf Erden nicht ein Reich des Friedens, sondern des Krieges, der Macht, der Habgier, der ewigen Sündhaftigkeit des Menschen errichtet, der sich eben NICHT selbst erlösen kann. Auch wenn die Philosophen der Aufklärung seit dreihundert Jahren versuchen, dies den Menschen einzureden: Eine Erlösung von der Sünde und damit vom ewigen Hass unter den Menschen ist nur in der Kraft der Gnade des Gekreuzigten möglich.

Deshalb ist ein Friedenstreffen ohne Preisgesang auf den wahren Friedensfürsten nicht eine Veranstaltung der katholischen Kirche, sondern dient der neuen Ideologie der Freidenker, welche eine neue Weltreligion und einen neuen Weltfrieden ohne Christus begründen möchten.

Möge der Heilige Vater am 27. Oktober in Assisi das tun, was seine Aufgabe ist: Alle versammelten Religionsvertreter hinweisen auf den „Stein, den die Bauleute verwarfen“ (Ps 117,22): Jesus Christus, den Sohn Gottes. „Denn es ist in keinem anderen Heil.“ (Apg 4,12)

Und ich füge hinzu: Und in keinem anderen Frieden.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. betet darum, dass Papst Benedikt XVI. in die Nachfolge des ersten Mannes auf dem Stuhle Petri tritt und so wie dieser bei seiner ersten Predigt vor einer großen Volksmenge verkündet: „Bekehret euch, und ein jeder von euch lasse sich taufen im Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden.“ (Apg 2,38)

Stuttgart, 26. 10. 2011                                                                                                                                                      Pater Franz Schmidberger


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