28. Juli - Hl. Nazarius PDF Drucken E-Mail
Montag, den 28. Juli 2014 um 06:00 Uhr

Vom hl. Nazarius heißt es, daß er unter Nero (54 - 68) nach Gallien ging, um den Heiden das Evangelium zu bringen. Er soll bis Augusta treverorum  gekommen sein. Dann kehrte er nach Oberitalien zurück, wobei ihn einer der Bekehrten, ein gallischer Knabe namens Celsus, begleitete.

Um 68 sollen Nazarius und Celsus in Mediolanum  als Christen zum Tode verurteilt und enthauptet worden sein. - Es wird auch erzählt, daß Nazarius den hll. Gervasius und Protasius (19.6.) begegnete und sie ermutigt hätte, für den Glauben zu leiden. So ist es nicht auszuschließen, daß auch die hll. Nazarius und Celsus unter Marc Aurel (161 - 180) litten.

St. Ambrosius (7.12.) entdeckte um 395 die sterblichen Überreste der hll. Nazarius und Celsus, die in einem Garten vor der Stadt begraben waren. Die Reliquien des Nazarius wurden in die Apostelbasilika übertragen, die seitdem seinen Namen trägt, und für die des Celsus wurde ein neues Kirchengebäude errichtet

Der heilige Papst Viktor I. (189 - 199) stammte aus Italien oder dem romanischen Nordafrika. Während seines Pontifikates verbreitete sich die lateinische Sprache im Westen der Christenheit stärker als zuvor, während das Griechische dort zurücktrat.

Etwa 190 übersiedelte Theodotus d.Ä., genannt der Gerber, von Byzanz nach Rom. Er trat dort als Irrlehrer auf, indem er behauptete, der Heiland sei anfangs ein gewöhnlicher Mensch gewesen, bis Er bei Seiner Taufe durch eine unpersönliche Kraft vergottet wurde. Danach sei Er von Gott dem Vater gewissermaßen als Sohn angenommen worden. - Den adoptianischen Monarchianer (s. 14.10.) Theodotus exkommunizierte der hl. Viktor I. ebenso wie den Gnostiker (s. 11.7.) Florinus.

Zur Beantwortung der ungeklärten Frage nach dem Termin der Osterfeier (vgl. 17.4.) berief St. Viktor eine Synode italischer Bischöfe ein. Auch andere Kirchenprovinzen im Westen wie im Osten fragte er nach ihrer Ansicht. Alle stimmten darin überein, daß Ostern am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu feiern sei. Allein die kleinasiatischen Bischöfe beharrten auf ihrem Festtermin am 14. Nisan, dem Tag des ersten Frühlingsvollmondes, an dem auch das jüdische Paschafest beginnt . Papst Viktor I. drohte ihnen daraufhin die Verurteilung ihres Brauches an. Da trat St. Irenäus (3.7.), der gallische Bischof kleinasiatischer Herkunft, als Vermittler auf, so daß die Exkommunikation vermieden wurde. Die Frage des Ostertermins blieb unentschieden bis zum erstem ökumenischen Konzil 325.

Über einen Priester namens Hyacinth, der am Kaiserhofe lebt, hatte der Papst Kontakt zur Konkubine Marcia (vgl. 26.5.), die wiederum mäßigend auf Kaiser Commodus (180 - 192) einwirkte. Dadurch gelang es nicht nur, Verfolgungen einzudämmen, sondern mehrmals auch, deportierte Christen zu befreien (vgl. 14.10.).

Papst Viktor I. soll unter Septimius Severus (vgl. 30.1.) am 28. Juli wohl des Jahres 199 Martyrer geworden sein.

Der heilige Papst Innozenz I. (401 - 417) wurde zu Albano geboren. Manche meinen, sein Vater sei der heilige Papst Anastasius I. (399 - 401)  gewesen, doch gibt es auch eine Überlieferung, wonach der Vater des hl. Innozenz denselben Namen getragen hat wie dieser.

Innozenz war zu der Zeit, als Anastasius I. im Dezember 401 starb, ein römischer Geistlicher. Er wurde von Klerus und Volk einmütig zu dessen Nachfolger gewählt.

Papst Innozenz I. bekämpfte die Novatianer, die sich 251 von der Kirche getrennt hatten, weil sie meinten, diese dürfe niemanden wiederaufnehmen, der einmal die Todsünde des Abfalls begangen hat (vgl. 16.9.). Ebenso verurteilte Innozenz die Donatisten (vgl. 28.8.), die lehrten, ein aus dem Stande der Gnade gefallener Priester könne keine wirksamen Sakramente mehr spenden. Seit 311 hatte sich diese Häresie in Nordafrika verbreitet. - Wenn Novatianer oder Donatisten sich bekehrten, bemühte Innozenz sich darum, sie in die Kirche zurückzuführen.

Der hl. Innozenz I. vertrieb den Irrlehrer Marcus aus Rom. Als Photianer vertrat dieser die Ansicht, Christus sei zwar der Mensch gewordene Logos, doch sei der Logos eben nicht die zweite göttliche Person, sondern eine unpersönliche Kraft. Der Irrtum der Photianer war bereits auf dem zweiten ökumenischen Konzil zu Konstantinopel 381 verurteilt worden. - St. Innozenz ging ebenso gegen Montanisten (s. 22.4.) und Manichäer (s. 11.4.) vor.

Papst Innozenz I. erließ Verordnungen in bezug auf Gottesdienst, Zölibat und Ehebruch. Er drang darauf, daß die Kirchendisziplin von den Bischöfen nach römischem Vorbild gestaltet werde. - Für den hl. Johannes Chrysostomus (27.1.) trat er vergeblich ein.

Auch verhandelte Papst Innozenz mit dem weströmischen Kaiser Honorius (395 - 423) in Ravenna, als Alarich mit seinen Westgoten vor Rom stand. Wenn der Kaiser sich auf Bedingungen eines Friedensschlusses eingelassen hätte, die für die Westgoten unter König Alarich I. (395 - 410) annehmbar gewesen wären, hätte eine Eroberung Roms verhindert werden können (vgl. 17.3.). Doch die Verhandlungen scheiterten. Rom wurde am 24. August 410 eingenommen und geplündert.

Am 12. März 417 starb der hl. Innozenz I. - Am 28. Juli soll er beigesetzt worden sein.


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