25. Juni - Hl. Wilhelm PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 25. Juni 2014 um 07:00 Uhr

Wilhelm wurde um 1085 zu Vercelli in Oberitalien als Kind vornehmer Eltern geboren. Schon früh wurde er zur Waise. Verwandte nahmen sich seiner an und zogen ihn auf.

Mit vierzehn Jahren verzichtete der Heilige auf sein Erbe. Bald darauf unternahm er eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela (s. 25.7.), während der er sich mit Ketten beschwerte, um die Strapazen freiwillig noch zu vergrößern. - 1099 hatten die Kreuzfahrer Jerusalem erobert. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts brach St. Wilhelm zu einer Pilgerfahrt dorthin auf. Hierzu kehrte er nach Italien zurück. Wilhelm begab sich nach Apulien, um von da aus ins Heilige Land zu segeln. Doch stellte er sein Vorhaben einer Wallfahrt dann zurück und wurde Schüler eines Einsiedlers namens Petrus auf dem Monte Solicolo, wo sich bald eine wunderbare Blindenheilung durch ihn ereignete.

Zwei Jahre blieb der hl. Wilhelm auf jenem Berg. Dann brach er erneut nach Jerusalem auf, doch ein Räuberüberfall verhinderte die Fortsetzung der Wallfahrt. So ließ sich der Heilige - wohl in dieser Zeit zum Priester geweiht - 1114 oder 1115 auf einem Berg bei Avellino nieder. Dort errichtete er nicht nur eine Hütte, sondern auch eine Kirche. Sein einziger Helfer dabei war ein Esel, und es wird erzählt, daß diesen ein Wolf tötete. Daraufhin gab der Heilige jedoch nicht etwa sein Vorhaben auf; vielmehr zwang er den Wolf anstelle des Esels das Baumaterial für den Kirchenbau zu tragen.

Von zahlreichen Wundern und dem Ruf der Heiligkeit St. Wilhelms angezogen schlossen sich ihm ab 1118 Gefährten an. So entstand im Jahr darauf eine Kongregation von benediktinischen Eremiten. Neben der Liebe zur Armut und zur Einsamkeit trug Wilhelm den Mönchen die öffentliche Bezeugung des Glaubens auf. Von überragender Bedeutung für ihre Frömmigkeit aber war die Verehrung der Muttergottes, so daß der Klosterberg seitdem Monte Vergine, Berg der Jungfrau, genannt wird.

Der hl. Wilhelm setzte einen Propst zur Verwaltung des Klosters auf dem Monte Vergine ein und zog sich allein auf den Monte Laceno zurück. Ab 1129 dann lebte er als Einsiedler auf dem Monte Cognato, wo sich wiederum Schüler um ihn sammelten. Anschließend gründete er ein Kloster für Mönche und eines für Nonnen im Conza-Tal. - So entstanden fünf Töchterklöster von Monte Vergine.

Dann rief Roger II., der normannische Herrscher (s. 8.5.) von Neapel, das meint Süditalien, und Sizilien (1105 - 1154; seit 1130 König) den hl. Wilhelm an seinen Hof. Mit einigen Getreuen begab sich St. Wilhelm zu Roger II. Es wird aber erzählt, daß Höflinge gegen den Heiligen intriguierten. Sie sandten eine Buhlerin in sein Gemach (vgl. 7.3.), und zu deren gewiß nicht geringer Überraschung forderte St. Wilhelm sie auf, das Lager mit ihm zu teilen. Als sie aber ins Bett hineinsteigen wollte, bemerkte sie, daß es von lauter glühenden Kohlen bedeckt war, auf denen der Heilige ruhte. Daraufhin tat sie Buße, verkaufte ihren gesamten Besitz und stiftete davon ein Nonnenkloster zu Venosa.

Roger II. schätzte den Heiligen so sehr, daß er ihn bat, ein Kloster gegenüber seinem Palast in Salerno zu errichten. Wilhelm von Monte Vergine kam dem diesem Wunsche nach, und er gründete darüber hinaus mit Hilfe des Königs noch zahlreiche weitere Klöster in dessen Reich.

Als ihm offenbart wurde, daß er bald sterben sollte, und zwar zu Galeto, begab sich der hl. Wilhelm dorthin, in das von ihm gegründete Nonnenkloster S. Salvatore di Galeto. Da verschied er am 24. Juni 1142.

1157 schlossen sich die von St. Wilhelm von Vercelli gegründeten Eremitenklöster zu einem Orden zusammen, der die später durch die Satzung der Zisterzienser (s. 20.8.) ergänzte Regel der Benediktiner annahm. So entstanden die Wilhelmiten, die auch Benediktiner-Eremiten genannt werden. Während des 13. Jahrhundert entwickelten sie sich zu einem bedeutenden Orden. Heute sind sie nahezu vergessen. Gleichwohl ist der Monte Vergine, auf dem sich seit 1807 das Grab des hl. Wilhelm befindet, noch immer ein vielbesuchter Wallfahrtsort.



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